Eisenmeteorite
Eisenmeteorite enthalten als Hauptbestandteil Nickeleisen in Form von Kamazit, Taenit, Plessit mit geringem Gehalt an Kobalt und Kupfer. Außerdem Spuren von Chrom, Phosphor, Schwefel, Kohlenstoff und Elemente der Palladium- und Platingruppe.

Oktaedrite
Unter den Eisenmeteoriten sind die Oktaedriten am häufigsten vertreten und bestehen aus einer Nickel-Eisen-Legierungen, die nach den Flächen des Oktaeders angeordnet sind. Als typische Ätzfiguren treten die Widmannstättenschen Figuren auf. Das Mineral Kamazit bildet Balken, die von Taenit eingefasst sind, während Plessit die Zwischenräume füllt. Oktaedrite sind das Ergebnis extrem langsamer Entmischungsvorgänge und sind auf künstlichen Wege nicht machbar. Widmannstättensche Figuren gelten deshalb als Indikator für die Echtheit eines Eisenmeteoriten Typ Oktaedrit.

Neumann-Linien - Sikhote Alin und Fredericksburg

Hexaedrite
Hexaedrite ( griechisch Hexaeder = Würfel ) bestehen nahezu ausschließlich aus nickelarmen Kamanzit und zeigen nach dem Ätzvorgang die Neumannschen Linien. Das sind Scharen von feinen Linien die das Erscheinungsbild der Oberfläche prägen. Die Linien sind benannt nach Franz Ernst Neumann, der sie 1848 entdeckte.

Ataxit Eisenmeteori Chinga

Ataxite
Die Ataxite setzen sich aus sehr feinkörnige Aggregaten von Nickel-Eisen-Legierungen zusammen und zeigen nach dem Ätzvorgang weder Widmanstättensche Figuren, noch Neumannsche Linien. Ataxite besitzen also kein sichtbares Gefüge. Ataxite sind sehr selten vorkommende Vertreter der Eisenmeteorite. Durch längeres erhitzen über eine Temperatur von 900 °C ist es möglich, Oktaedrite in Ataxite umzuwandeln. Dieser Kunstgriff ist jedoch nicht mehr umkehrbar.

Henbury Eisenmeteorit - Rekristallisierte Bereiche

Rekristallisation
Gelegentlich bestehen dünne Partien der Außenschicht von Oktaedriten aus natürlich gebildeten Ataxitgefüge. Diese Bereiche wurden rekristallisiert.

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