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Sternwarte Singen e.V.

Kurz-Info
Der Name Meteorit kommt aus dem Griechischen und kann in etwa mit in der Luft befindlich übersetzt werden. In vergangenen Zeiten waren auch Bezeichnungen wie Luftstein, Himmelsstein, Mondstein und Donnerstein gebräuchlich.

Als Meteorit wird ein Festkörper außerirdischen Ursprungs bezeichnet, der die Atmosphäre unserer Erde durchquert und den Erdboden erreicht. Die Boten aus dem Weltraum bestehen gewöhnlich überwiegend aus Silikat-Mineralen oder einer Eisen-Nickellegierung.

Definition
Als Meteoroid bezeichnet man den Ursprungskörper, während er noch durch das Sonnensystem fliegt. Bei dem rasanten Eintritt in die immer dichter werdende Atmosphäre unseres Planeten Erde erzeugt das kosmische Geschoss eine faszinierende Leuchterscheinung am Firmament. Diese wird als Meteor oder Sternschnuppe bezeichnet. Meteore mit einer Helligkeit von mehr als -4 m, entspricht der Helligkeit der Venus, werden als Feuerkugeln, noch hellere Meteore als Boliden bezeichnet. Wenn der Körper in der Atmosphäre nicht vollständig verglüht, sondern ein Restteil den Boden erreicht wird er schließlich zum Meteorit.

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Meteoroid Materielle Objekte, die innerhalb des Sonnensystems die Sonne umkreisen.
Meteor Sichtbare Leuchterscheinung eines Meteoroiden in der Erdatmosphäre.
Meteorit Ein Meteoroid, der die Erdoberfläche erreicht und auf dem Boden einschlägt.

Millbillillie
Steinmeteorit
Sammlung - MP

Steinmeteorit mit perfekt erhaltener Schmelzkruste
Millbillillie - Typ: Steinmeteorit Eukrit - Gewicht: 15g Individuum - Fall: Oktober 1960 Australien - TKW 330kg

Form und Aussehen.
Meteorite sind in ihrer Form recht vielgestaltig und variantenreich. Es ist nur teilweise ein einheitlicher Wesenszug zu erkennen. Vielfach zeigen die kosmischen Eindringlinge napfförmige Vertiefungen, die sowohl durch Absprengungen von Meteoritenmaterie, als auch durch Ausschmelzen von Teilen mit geringem Schmelzpunkt herrühren. Ausschlaggebend hierführ ist der feurige Ritt durch die Atmosphäre unseres Planeten und der damit verbundenen enormen Reibungshitze. Diese typischen Schmelzgruben nennt der Fachmann Piezoglypte oder Regmaglypte.

NWA Stein-Meteorit -
Schnitt-Scheibe
NWA Stein-Meteorit -
1,5 mm Schmelzkruste
Eisen-Meteorit - Sikhote
Alin - Individuum
Eisen-Meteorit - Sikhote
Alin - Regmaglypten

Mit Ausnahme von den Meteoriten, die beim Auftreffen auf harten Erdboden noch einmal zersplittern, sind aus den geschilderten Prozessen des Atmosphärenfluges die Kanten und Ecken der Boten aus dem Weltall überwiegend abgerundet und geglättet. Frisch gefallene Meteorite besitzen immer eine dünne, meist unter einem Millimeter betragende Schmelzrinde. Bedauerlicherweise verwittert bei Stein-Meteoriten diese oft wunderschöne Schmelzrinde bereits nach relativ geringer Liegezeit durch den Einfluss des lokalen Wettergeschehens. Die Schmelzrinde / Kruste besteht bei Stein-Meteoriten aus einer dunklen glasartigen Masse, bei Eisen-Meteoriten hingegen aus schwarzem Magnetit.

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