Fulgurite ( 5,870 g )
Fulgurite
Fundort der hier angebotenen Stücke ungefähr 50 km östlich von Hassi Messaoud in Algerien in den dortigen Sanddünen.
Ein Fulgurit ist eine Röhre aus geschmolzenem Quarzsand, die entsteht, wenn der Blitz in Sand einschlägt. Fulgurite sind im oberen Teil etwa fingerdick und werden nach unten hin dünner.
Auf der Außenseite sieht man nur Sandkörner. Sie kleben am Glas, das die Innenseite der Röhre auskleidet und alles zusammenhält.
Fulgurite sind zerbrechlich, da sie ja nur aus millimeterdünnem Glas bestehen. Gräbt man so eine Röhre aus, zerfällt sie unweigerlich in Stücke.
Die Blitzröhre kann mehrere Meter tief reichen und sich nach unten wurzelartig verzweigen.
Obwohl die Blitzentladung weniger als eine Tausendstel Sekunde dauert, entsteht eine so hohe Temperatur, dass der Sand nicht nur schmilzt, sondern zum Teil regelrecht kocht.
Farbe und Körnung des Sands entscheiden über das Aussehen der Blitzröhren. Die folgenden Exemplare stammen aus Algerien und entstanden in feinkörnigem Sand.
Der Begriff Fulgurit geht auf das lateinische Wort Fulgur = Blitz zurück und bezeichnet glasähnliche, röhrenförmige Gebilde, die in der extremen Hitze eines Blitzeinschlags entstehen können. Auf Grund der röhrenförmigen Gestalt ist auch die Bezeichnung Blitzrohr oder Blitzröhre üblich. Fulgurite sind ein sehr seltenes Phänomen und werden vorzugsweise in Wüstengegenden oder Sandstränden gefunden. Ein einschlagender Blitz kann sehr hohe Hitze freisetzen, die nicht nur Bäume verkohlen, sondern entlang ihrem Weg durch den Boden auch Sand zum schmelzen bringen kann, der schnell wieder erstarrt ("versteinerter Blitz").
Das entstandene Glas trägt die Bezeichnung Lechatelierit und kann auch bei einem Vulkanausbruch oder Meteoriteneinschlag entstehen.
Die mögliche Eindringtiefe in den Boden ist erstaunlich. Selbst ein 4m langes Exemplar wurde gefunden, konnte aber nur in Form von Bruchstücken geborgen werden.
Die hier angebotenen Fulgurite wurden in der Sahara gefunden.
Als Fulgurit (von lat. fulgur Blitz) bezeichnet man ein natürliches Quarzglas, welches durch einen Blitzeinschlag in Sand entstanden ist. Es gilt als eine Varietät von Lechatelierit und besteht aus amorphem Siliciumdioxid mit Beimengungen kristallinen Materials.
Die beim Einschlag entstehenden Temperaturen von bis zu 30.000 °C erhitzen den Sand derart, dass er schmilzt und als Quarzglas erstarrt. Hierbei kann auch C60 entstehen, das in der Natur sonst sehr selten vorkommt.